Ankündigungen

Bericht vom letzten Kulturhäppchen

 

Am 21.09.2018 war es endlich wieder soweit,

das nächste Kulturhäppchen "Kamuffel und klamüsern" stand auf dem Programm und alle Mitglieder und Interessierten besuchten LiNA im extra dafür hergerichteten Gemeinschaftsraum des Vereins in der Klosterstraße.

 

 

Der „Ruhrpott-Freund“ W. Boschmann schrieb einmal sinngemäß, dass die Grammatikregeln der Ruhrgebietssprache die Charakterzüge der Menschen in der Region wiederspiegeln: Geradlinigkeit, Toleranz und Mut zur freiheitlichen, selbstverantwortlichen Kreativität.

 

Die wichtigsten Regeln, von Wolfgang Geibert mit einprägsamen Beispielen garniert, zeigten dann auch die typischen Besonderheiten, die unsere Sprache so auszeichnen und sie so liebenswert machen.

 

Was sich so „wissenschaftlich“ anhört, war eine humorvolle Lehrstunde zur Grammatik der Ruhrgebietssprache und letztlich eine Erinnerung an den „Altmeister“ Jürgen von Manger, alias Adolf Tegtmeier. Die Lacher der zahlreich erschienenen Gäste hatte Wolfgang Geibert jedenfalls auf seiner Seite.

 

Hier noch eine kleine Zugabe (von W. Boschmann) für die, die am 21.09.2018 nicht dabei sein konnten, besser bekannt unter dem Titel „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten“:

 

Ich weiß nich, wat soll dat bedeuten,                   

dat ich so bräsig sein tu,

sach euch, da hör ich wat läuten,

dat lässt mich nimmehr in Ruh.

 

Dä Abend waa schubbig und trocken,

am Rhein waa unten nix los,

ich süppelte grade en Schoppen,

unn den Lorenz pillerte bloß.

 

Dann, oben auf son Huckel,

da sah ich ne Mudder, ne satte,

ers dacht ich, se hätte en Buckel,

doch se kämmte nur ihre Matte.

 

Se steht auf ihrn Putz und Gesänge,

denn en töfftes Lied se tut schallern,

kommt gez nich gleich wat inne Gänge,

Dann tu ich mich noch einn ballern.

 

Da kommt son Fürst aufen Schiffe,

in son pisligen Mickerkahn,

Dä Tüpp kuckt nich aufe Riffe,

Dä kuckt nur die Olle an.

 

Dä Tüpp unn sein Kahn gehen unter,

de Riffkes haunse zu Brei,

unn eingestielt hat dat munter

aufen Huckel de Lorelei.

 

Nach einer lehrreichen, aber auch wirklich „anstrengenden“ Grammatikstunde war eine Ruhrgebietstypische Stärkung angesagt, die die fleißigen Helfer/innen in weiser Voraussicht vorbereitet hatten.

 

Unser Dank an alle fleißigen Helfer/innen, ohne die unsere Veranstaltungen nicht möglich wären.

 



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Solange man neugierig ist, kann einem das Alter nichts anhaben.

(Burt Lancaster)